Kosten

Die Kosten für ein Gutachten hängen vom Aufwand ab. Je komplexer die Fragestellung und je umfangreicher die Unterlagen sind, umso höher sind die Kosten.

 

Bei einem Pflegegutachen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit (Pflegegrad) mit nur einem Vorgutachten und bis zu 4 Arztbriefen inklusive eines Hausbesuches in Düsseldorf oder Kassel betragen die Kosten ca. 450-800 EUR zuzüglich Mehrwertsteuer von 19%. 

 

Die Rechnung ist von der auftraggebenden Stelle zu bezahlen. Wenn das Gutachten zu einem erfolgreichen Widerspruch verhilft, könnte ggf. der Sozialleistungsträger für die Kosten in Anspruch genommen werden (§ 63 SGB X). 

 

Mit Organen der Rechtspflege und mit Pflegekassen, bzw. medizinischen Diensten können Pauschalen vereinbart werden.

 

Die Abrechnungsgrundlage für Sachverständigengutachten ist das JVEG (Zeugen- und Sachverständigen Entschädigungsgesetz).

Medizinisch fachliche Gutachten mit mittelschweren Fragestellungen werden nach der Anlage M2 vergütet. Dies entspricht einer Stundenvergütung von 75 EUR. Zusätzlich sind Auslagen für Fahrtkosten, Material, Schreibkosten, Porto und Telekommunikation zu berechnen. Auf den Rechnungsbetrag sind 19% Umsatzsteuer zuzurechnen.

 

Solange ein Verfahren noch im Widerspruchsverfahren ist, oder noch entschieden werden möchte, ob ein Widerspruch erfolgsversprechend ist, kann eine einfache Beratung und eine pflegefachliche Stellungnahme hilfreich sein. Dies ist erheblich kostengünstiger, als direkt ein gesamtes Pflegegutachten erstellen zu lassen. Widersprüche lassen sich unkomplizierter bescheiden, als wenn ein Antrag bereits vor einem Gericht eskaliert ist.

 

Stundensätze für Beratungsdienstleistungen oder Fortbildungen können nur individuell vereinbart werden. Hierfür wird nach Anfrage ein individuelles Angebot erstellt.


Für Beratungseinsätze zur Sicherung der Pflege (37,3 SGB XI) und für Pflegekurse (§ 45 SGB XI) übernimmt die Pflegekasse die Kosten.



 

 

Bild Stempel Gutachten